Am 26.August bin ich endlich bei meiner Gastfamilie in Mount Vernon angekommen 🙂 Ich wurde unglaublich herzlich von Pamela und Dennis begrüßt und fühle mich sehr sehr wohl hier =)
Mount Vernon ist eine Kleinstadt mit nur etwa 23.000Einwohnern, dafür liegt sie ziemlich mittig zwischen Seattle und der kanadischen Grenze, zu Vancouver. Es ist ziemlich hügelig hier und geht teilweise ganz schön stark bergauf und bergab 😉 Bin ich gar nich gewohnt, bei uns zu Hause ist ja alles ganz flach.. Vom Haus aus hat meinen einen tollen Ausblick auf den Mount Baker, der 365 Tage im Jahr mit Schnee bedeckt ist und rundherum sind viele kleine Häuschen, die ähnlich sind, wie das in dem ich wohne.
In der ersten Woche die ich nun hier bin, habe ich unglaublich viel erledigt. Am Montag angefangen mit dem ganzen Papierkrams: der Beantragung der Social Security Card (Arbeitserlaubnis), über meinen Autokauf (es ist ein 96er Honda-Accord geworden) und dem Abschluss einer Autoversicherung, bis hin zur Eröffnung eines Bankkontos, hat am ersten Tag alles noch super geklappt 😉
Am zweiten Tag dieser Woche sind Max und ich dann zunächst zum DMV gefahren, um unsere Driver’s Licence zu beantragen, was laut Homepage keine große Sache ist, da angeblich der Deutsche Führerschein der einzige ist, der so umgeschrieben wird. Wir also dahin und dann erzählt uns die nette Frau hinter dem Schalter, sie könne unseren Führerschein nicht lesen (Bilder und ein Sternchen dahinter sind ja auch wirklich schwer zu verstehen 😉 ) und sie bräuchte daher eine offizielle Übersetzung. Ich wollt ihr dann meinen internationalen Führerschein geben und meinte da steht alles nochmal in Englisch drin, da meint sie dann „Nein, internationale Führerscheine akzeptieren wir hier nicht, ich brauch eine Übersetzung“ und hat mich weggeschickt. Max und ich sind dann erstmal zu unserer College- Coordinatorin, die uns dann nochmal versicherte, dass das nicht richtig sei und wir definitiv KEINE andere Übersetzung brauchen 😉 Zur Sicherheit hat sie eine Bekannte, die im DMV arbeitet nochmal angerufen und nachgefragt uns uns ihren Namen gegeben. Anschließend wurden wir noch kurz im College herumgeführt, u.a. auch beim IT Helpdesk und wurden sofort eingestellt 😀 Hab also auch schon einen Job hier am College =) und danach sind wir dann erstmal zum Autohändler gefahren, um mein Auto abzuholen. Wow, das war ein wahnsinns Gefühl, endlich „frei“ zu sein, allein alles machen zu können, hinfahren zu können in Amerika, wo ich will etc 🙂 Und dann sind Max und ich ein 2. Mal zum DMV gefahren, haben nach der Frau gefragt, die jedoch grad in einer Fahrprüfung war. Wir sollten in 1 1/2 Std wiederkommen. Das haben wir dann auch gemacht, da war die aber auch immernoch nicht da. Die Frau hinterm Schalter war schon leicht genervt, hat dann aber nachdem sie ihren Chef gefragt hat und auch der ihr bestätigt hat, dass wir den Führerschein so bekommen, ohne Übersetzung, doch endlich mal ihr Buch hervorgeholt um nachzulesen, was wir dafür brauchen. Dann meinte sie erst unser DS2019 sei ungültig, weil da keine Programmnumemr draufstehe, aber nachdem wir ihr auch die gezeigt haben (war an einer anderen Stelle als in ihrem Beispiel) musste sie uns dann letztendlich doch die Driver’s Licence ausstellen, OHNE dass wir noch 60$ für die Übersetzung bezahlen mussten *triumphier* 😉 Plötzlich konnte sie unseren Führerschein nämlich doch lesen…
Am nächsten Tag hat dann auch schon mein Job am IT Help Desk angefangen und somit war ich die nächsten 3 Tage gut beschäftigt 😉 Am Donnerstag hab ich dann noch meine College-Kurse gewählt: Fundamentels of Marketing (Online), Photography 1, Symphonie Orchestra und Skagit Valley Community Band =) Das Beste daran ist, dass ich nur Dienstags und Donnerstags College habe, und auch nur von Dienstag bis Donnerstag arbeiten muss und somit Montags und Freitags frei habe =) D.h. ich habe immer ein langes Wochenende zum reisen. Meine Sachen für den Online Kurs hab ich mir für Mittwochs eingeplant und sonst kann ich ja notfalls auch an den anderen freien Tagen noch etwas machen 😉
Am Donnerstag hab ich es auch noch geschafft, einen Musikladen zu finden, bei dem ich für das Jahr ein Saxophon leihen kann =) Ohne, hätt ich es auch ein Jahr echt nicht ausgehalten 😉
Außerdem hab ich auch schon einiges mit meiner Gastfamilie erlebt:
Am ersten Abend, als ich angekommen bin, sind wir noch auf einen Berg gefahren, von dem aus man einen wundervollen Ausblick auf das Skagit Valley hat und haben uns dort den Sonnenuntergang angeschaut 🙂
Am Sonntag habe ich Pam und Dennis in die Kirche begleitet und anschließend zu einem Treffen mit Freunden, wo es ein Buffet gab, bei dem jeder etwas mitgebracht hat.
Am Montag Nachmittag haben wir ein Picknick auf Camano Island im State Park gemacht und
Am Freitagnachmittag hatten wir dann noch Besuch von der Schwiegertochter und den beiden Enkeln Anika und Louis und heute von Pam’s Schwester und ihrem Mann.
Hier findet ihr ein paar Eindrücke von meinen ersten Tagen in meiner neuen Heimat 🙂