Erstmal Danke an all die Glückwünsche auf Facebook, Email und Skype, ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut!
Gestern war ja auch mein erster Tag am College, das hieß für mich erst mal früher als sonst aufstehen, !ALLEINE! mit dem Automatik-Auto meiner Gastmutter nach Trenton fahren und dann in die Kurse gehen. Für mich stand erst Accounting und dann Communication auf dem Programm. Ich habe wirklich tolle Lehrer (hoffentlich sind die nicht nur in der ersten Woche so) und hoffentlich auch nette Mitschüler. In meinem Montag-Mittwoch-Freitag Kursen ist noch ein anderer Internationaler Student aus Simbabwe dabei, von daher bin ich dann auch nicht die einzige, die evtl. Probleme mit der Sprache,… hat.
Ich hatte auch eine Stunde Pause, die ich sinnvoll dafür genutzt habe, zu skypen (auf dem Campus hab ich ziehmlich gutes Internet) Und ich hab mittlerweile zwei Amisch im College gesehen, was ich ja ziemlich komisch finde.
Um 5 Uhr Abends kamen dann meine Gastgroßeltern (falls man dass so sagen kann) zum Dinner mit Pudding und Kuchen. Hier hat man nicht das Kaffee und Kuchen wie in Deutschland, sondern man isst den Kuchen einfach nach den Essen. Von meinen Gastgroßeltern habe ich auch ein kleines Geburtstagsgeschenk bekommen: ein Trinkbecher vom NCMC. Und meine Gastmutter hat gesagt sie fährt mal mit mir nach Kansas City um dort zu shoppen, wahrscheinlich kurz vor meinem Praktikum, da ich hier Business-Klamotten tragen muss.
Hier noch ein paar bilder von der Homstaytour und dem Blick aus meinem Zimmer
Noch während der Homestaytour war ich mit meinen Hosts von Rock Falls bei einem Demolition Derby. Ich hatte da echt unheimlich viel Spaß. Bei einem Demolition Derby fahren Autos einfach wild ineinander und Aufeinander, manchmal miteinander und auf jeden Fall so, dass alle Autos schrottreif aus dem Gelände raus fahren. Manche Autos bestanden auch zum Schluss nur noch aus 4 Rädern, andere sahen noch ganz gut aus, aber konnten nicht mehr fahren. Es gab bei diesen Derby mehrere Runden mit verschiedenen Autos. Gewonnen hatte der Fahrer, der am längsten fahren konnte, und ich hatte teilweise echt Angst um die Fahrer, obwohl ich sie nicht kannte.
Am Freitag waren wir dann in Iowa, um uns dort ein Rodeo anzuschauen, an dem Marys Mann teilnahm. Zuerst starteten aber die kleinen Kinder, teilweise erst 3 Jahre alt. Sie mussten auf einem Schaf lang genug reiten. Die Kinder haben anschließend einen Cowboyhut und eine Gürtelschnalle bekommen.
Ach ja wenn man bei so einem Fest ist, fühlt man sich wirklich in der Zeit zurück gesetzt. Die Tribünen und sind wie in den Filmen, und alle tragen Cowboystiefel und Hüte, und natürlich läuft dann auch noch Elvis im Hintergrund.
Nach den Kindern waren dann die Großen an der Reihe. Es gab auch hier verschiedene Disziplinen, vom eigentlichen Rodeo bis zum Lasso werfen und Kühe einfangen, es war einfach alles dabei. Die Männer sind noch während sie geritten sind von ihren Pferden gesprungen, um die Kälber zu fesseln, was teilweise wirklich gefährlich aussah.
Immerhin weiß ich jetzt, dass ich solche Events ziemlich großartig finde, und hoffe, dass ich bei vielen dabei sein kann!
Die Homestaytour ist vorbei und ich bin am 11. August um Mitternacht endlich bei meinem neuen Zuhause angekommen.
Die Familie ist echt suuuper lieb, und ich fühle mich sehr wohl bei ihnen. Das Haus liegt ungefähr 8 Kilometer außerhalb von Trenten, direkt an einem Highway und umrundet von Feldern. Ab und zu sind auch direkt gegenüber Kühe auf den Feldern, die ich bis jetzt zum glück noch nicht gerochen habe…
Am Freitag bin ich auch gleich mal ins North Central Missouri College gegangen, um mich für meine Kurse zu registrieren. Die Leute dort haben mich sehr freundlich empfangen, und wurde von meiner College Coordinatorin durch die Gebäude geführt und jeden Vorgestellt worden, der uns über den Weg lief. Es folgte ein kleiner Englischtest, der aber halb so schlimm war, den aber jeder (nicht nur die Internationales) Darauf hin konnte ich auch endlich meine Kurse wählen:
English, Management, Accounting und Communication (Die Bücher dafür kosteten alleine über 600$)
Am Sonntag folgte dann das Abendessen bei den Großeltern meiner Gastgeschwister. Dort lerte ich Auch Mary, Jeans Schwester, deren Mann und Kinder kennen. Und ich begegnete Mr. Big!!!
In der vergangenen Woche hab wurde ich so vielen Leuten vorgestellt, dass ich mir deren Namen leider nicht immer merken kann, aber ein paar hab ich jetzt schon zum zweiten mal gesehen und so langsam wirds…
Heute früh war ich zum ersten mal in einer Baptist Church, wir waren dort bestimmt zwei stunden lang. Erst waren wir bei einer Art Bibel Stunde, bei der man Texte aus der Bibel gelesen, und dann darüber gesprochen hat. Heute war das Thema Liebe. Danach war der eigentliche Gottesdienst. Es war mal wieder viel lockerer als in der Deutschen Katholischen Kirche. Man ist aufgestanden, zu anderen gelaufen und hat mit anderen geredet. Ich konnte zwar den Gottesdienst nicht immer folgen, weil mir mache Vokabeln gefehlt haben, und der Pastor wirklich in Slang geredet hat. Zum Schluss wurde ich auch allen als die Deutsche Austauschstudentin vorgestellt, und das während den Gottesdienstes. Für mich war das natürlich schon etwas komisch.
Es ist ziehmlich Halbzeit bei meiner Homestaytour, fuer mich war es bis jetzt mehr als eine Fahrt durch das Land.
Sie hat begonnen mit einer vieeel zu langen Zugfahrt, die aber irgendwie auch schoen war, denn wir hatten noch mal Zeit, uns mit anderen Deutschen zu unterhalten. Was fuer mich aber das absolute Highlight von dieser Zugfahrt war, ist die Begegnung mit den Amisch (ich hatte bis dahin geglaubt, dass die Amisch in ihren eigenen, kleinen Dorf wohnen, wo sie ,voellig abgeschottet von der Welt, wie im 18. Jahrhundert leben), aber sie fahren mit den Zug, sind natuerlich etwas altertuemlich angezogen, und koennen englisch sprechen und Deutsch verstehen, reden aber unter sich eine eigene Sprache. Sie lesen wohl ihre Buecher auf deutsch, und koennen uns deswegen verstehen.
Nach der Zugfahrt mussten wir erst mal eine Zeit auf unsere Koffer warten und hatten anschliessend Schwierigkeiten, unseren Busfahrer zu finden, der uns nach Sterling, Ill. bringen sollte. Es war ein etwas aelterer Busfahrer, und ich wusste teilweisse nicht, ob er wusste, was er gerade tut. Aber wir sind sicher und heil nach einer weiteren 4 Stunden Van-fahrt in Sterling angekommen. Dort wurden wir zuerst herzlich von der Koordinatorin empfangen (herzlich ist woertlich gemeint, denn wir bekamen alle zur begruessung ein getoepfertes herz, dass man z.B. an Tueren haengen kann. Danach wurde ich von meinen Host Ken abgeholt, und wir fuhren zusammen nach Rock Falls (diesmal nur 3 min. entfernt) wo ich im Haus gleich mal auf die Enkel (Zwillinge) und Lois, der Frau von Ken, begegnete. Sie haben mich mit offenen Armen empfangen und ich war sehr froh darueber. Aber dennoch war der samstag fuer mich ziehmlich gelaufen, weil ich doch sehr geschafft von den langen Trip war. Am Sonntag bin ich dann gleich mal mit meinen Hosts in die Methodist Kirche gegangen, die der kahtolischen Kirche ziehmlich aenlich ist, aber ein bisschen lockerer. Am Abend ging es dann zu einem Abendessen mit Nadja, Erik, Konstantin und Juli, und deren Gastfamilien. Es war ein sehr schoener Abend.
Heute bin ich mit Ken zu Fair (ich hoffe das man das so schreibt) gefahren. Es ist wie ein Farmermarkt, wo die besten Tiere und Pflanzen Preise bekommen. Heute war es zwar offiziel noch nicht, aber man konnte die Kinder mit ihren Kuehen betrachten. Aber eigentlich waren wir dort, um die Tickets fuer das Demolischen Durby fuer morgen zu kaufen (ich glaube man kann dieses Durby mit der StockCarChallence von Stefan Raab vergleichen). Also gehen wir morgen noch mal dort hin. Danach ging es nach Dixon, den Geburtsort von Ronald Reagan. Wo auch eine Statue von ihm direkt an einem Fluss steht.
Am Nachmittag sind wir dann zu einer Hollaendischen Windmuehle gefahren, die direkt am Mississippi steht. Es ist eine alte Muele und sie wird glaub ich nicht mehr benutzt, sieht aber trotzdem wunderschoen aus.
Zum kroenenden Abschluss des Tages waren Ken, Lois und ich dann heute Abend Pizza essen. Meine erste Amerikanische Pizza! Man konnte sich seine Pizza dort selbst zusammen stellen. Was mich verwundert hat war, dass es ausser den relativ normalen Zutaten auch Sauerkraut zur Auswahl gab. Die Vorstellung von Sauerkraut auf einer Pizza finde ich persoenlich ja immer noch sehr komisch. Ach ja Spezialitaet dieser Pizzaria war tatsaechlich Spaghettipizza. Remember: It’s not good, it’s not bad, it’s just different!
So, das wars bis jetzt von meiner Homestaytour (Bilder folgen, sobald ich mit meinem eigenen Computer ins Internet kann…)
Eure Anna
So heute ist für mich die letzte Nacht in New York, bevor es morgen mit dem Zug nach Chicago geht (16 Stunden und über Nacht!) Dort werden wir von einem Bus abgeholt und fahren weiter nach Sterling, IL, wo wir bis zum 11. August bleiben werden. Wie ihr vllt. schon durch das „wir“ entnehmen konntet, reise ich nicht alleine, sondern in einer Gruppe von Personen (im Zug nach Chicago sind wir sogar 21 vom PPP). Also macht euch keine Sorgen, mir passiert schon nix;)
Aber: zurück nach New York:
In den letzten Zwei Tagen hatten wir Seminar in New York in der Deutschen Botschaft, und hatten, ausgenommen von heute Nachmittag und Nacht, nicht besonders viel Zeit, um uns diese schöne Stadt anzuschauen.
Gestern stand aber eine Doppeldecker-Tour auf dem Programm, die auch richtig richtig schön war. Der Haken: Es hat geregnet wie aus Eimern und der Bus war oben offen. Das ganze sah dann ungefähr so aus:
(man braucht glaub ich nicht zu sagen, dass danach erst mal ne heiße Dusche pflicht war)
Heute Nachmittag gingen wir zuerst noch einmal gemeinsam Mexikanisch essen. Danach war das Ziel von einigen Staten Island Ferry, die an der Freiheitsstatue vorbei fährt (für normale Touristenboote zahlt man ungefähr 50$, aber diese Fähre ist kostenlos) Schon alleine mit der U-Bahn-Fahrt dorthin hatten wir so viel Gaudi, dass es sich schon alleine deshalb rentiert hat.
Danach wollten wir eigentlich ins Madame Tussaunds gehen, aber bei einem Eintrittspreis von 39$ haben wir uns das dann doch noch einmal anders überlegt. Also gingen wir noch einmal zum Time Square, der bei Nacht einfach Tausend mal schöner ist als Tagsüber. Und ich hatte dann auch Glück: Ich hab den Nacked Cowboy gesehen 🙂 Aber der Time Square ist nicht nur wegen den vielen Lichtern beeindruckend, sondern auch wegen den vielen Geschäften, unter anderem der M&M-Laden, in den man reingehen muss wenn man in der Gegend ist, auch wenn man keine M&M mag.
So dass war ein kurzer Bericht von den letzten zwei Tagen, Bilder folgen…
So, nach einem 24 Stunden Tag ist es fast Schlafensgehenszeit. Für mich bedeutet das, den Tag noch einmal Revou passieren zu lassen
Begonnen hat er um Deutscher Zeit um 3 Uhr Nachts, da ich um 4 Uhr schon im Auto Richtung Frankfurt sein musste. Meine Mama begleitete mich dort hin. Dort angekommen hieß es erst ein mal Check in und Koffer abgeben (22,5 Kilo, noch ein mal glück gehabt 😉 ) Danach fand noch eine kleine Verabschiedung offizieller Seite von Jutta Böhme statt und anschließend gingen die 50 PPP-Teilnehmer die am 2. August geflogen sind, richtung Gate 15 C wo wir im A380 mit der Lufthansa 8 Stunden lang nach New York flogen.
Bei mir hat am Flughafen in New York alles super geklappt, und als wir aus dem Sicherheitsbereich gegangen sind, erwarteten uns bereits Beth und Anna von CDS die uns die 40 Minütige fahrt nach Manhattan verschönten. Dort angekommen brachten wir unser gepäck auf die (wie ich finde viel zu kleinen) Zimmer und gingen anschließend zum Mexikaner essen.
Darauf folgte ein langer spaziergang in New York, vorbei am Time Square und Rockefeller Center, wo wir auch aufs Dach gegangen sind und einen super Ausblick über NY hatten.
Alles in allem war es auf jeden Fall ein sehr aufregender Tag.
Eure Anna
