… natürlich haben diese Dinge direkt nichts mit einander zu tun aber man soll ja aussagekräftige Überschrift wählen habe ich mal irgendwo gelernt.
Inzwischen habe ich mich gut in Wausau eingelebt. Montags und Freitags, die Tage an denen ich kein College habe, arbeite ich jetzt als Volunteer im „Grand Theatre“. Ok – jetzt ist Wausau eine kleine Stadt also kann das kein so gigantisches Theater sein – denkt ihr jetzt vielleicht aber das Theater hier ist echt der Hammer: Ich glaube es kommt dem Großen Haus des Aachener Theaters schon ziemlich nah. Wenn man jetzt überlegt, dass Wausau ungefähr so groß ist wie Stolberg und man die Stolberg Stadthalle sieht (besser gesagt: Stadtbarracke) fragt man sich schon warum das nicht auch bei uns möglich ist? Ganz einfach! – private Spenden. Hier in Amerika wird generell weniger aus Steuergeldern bezahlt als in Deutschland: Kunst, Parks, Sporthallen, öffentliche Events usw. Ohne private Spenden könnten also ganz viele Events und Community-Projekte hier nicht gestemmt werden. Aber es ist auch viel verbreiteter hier, für Projekte zu spenden. Es gibt viele Stiftungen und man sieht an allen möglichen Orten Schilder „wurde gestiftet von“ meist gefolgt von langen Listen mit Namen eingeteilt in die Spendensumme. So sind z.B. im Grand alle Spender über 5000$ als „Directors“ betitelt die Spender unter 200$ als „Hands“. Private Initiative und freiwillige Arbeit hat hier einfach einen anderen Stellenwert. Das kommt aber auch daher, das es hier kein Vereinswesen wie in Deutschland gibt. Hier ist es mehr die individuelle Person die sich engagiert. Das fällt da einfach mehr auf als wenn viele Leute die gleiche Arbeit im Verein machen. Ich glaube unterm Strich engagieren sich Amerikaner und Deutsche gleich viel für die Gesellschaft.
Aber ich bin vom Thema abgekommen. Im Grand arbeite ich mit dem Event-Management Team zusammen. Es ist super spannend für mich hinter die Kulissen des Theaterbetriebs zu schauen. Und wie das so ist, wird man Stück für Stück mehr involviert. Aber wir haben auch eine Menge Spaß. Gestern zum Beispiel haben wir einen fliegenden Fisch zusammen gebaut.
Fall Ride 2011
Letzten Freitag war ich mit drei anderen Internationals in Tomahawk, ein kleiner Ort 30 Minuten von Wausau entfernt. Dort hat dieses Wochenende das „Fall Ride Festival“ statt gefunden. Das ist ein großes Harley Davidson treffen. Es war echt spitze und laut. Die ganzen Rocker, Bikes und die Parade am Nachmittag. Abends gab es dein ein Konzert mit einer echt genialen Coverband Aber seht selbst:
http://www.youtube.com/watch?v=co9-hx2OQAA
United Way Parade
Samstagmorgens war dann die United Way Parade. United Way ist eine Organisation die Leute die sich freiwillig engagieren wollen mit Leuten die Freiwillige suchen zusammen bringt. An der Parade haben sich daher ganz viele Gruppen beteiligt die an Projekten beteiligt sind. Natürlich haben auch wir Internationals vom NTC nicht gefehlt, zum Teil als Schlümpfe zum Teil in landestypischen Trachten gekleidet haben wir an der Parade teilgenommen.
The Lion King
Zurück in die Kindheit: Samstagnachmittag war ich dann das erste mal im Kino in den USA. Im Moment läuft hier „König der Löwen in 3D“ das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Vielleicht kommt der ja auch bald nach Deutschland?
Firefighting
Manche Sachen kann man einfach nicht lassen: Also bin ich auch hier in der Feuerwehr aktiv. Im Moment besuche ich hier am NTC den Feuerwehrgrundlehrgang. Das meiste in dem Kurs kommt mir schon sehr bekannt vor, es ist mehr Vokabeln lernen als alles andere. Und wenn ich das so sagen darf: Feuerwehrleute scheinen überall auf der Welt relativ gleich zu sein 😉 Alle machen den Job um Menschen zu helfen und bei den meisten ist es Familientradition.
Die Feuerwehrausbildung hier läuft hier anders als in Deutschland und ich weiß noch nicht so recht was ich besser finden soll. Auch gehe ich jetzt regelmäßig zu den Übungen der Rothschild Löschgruppe. Im Moment klärt sich mit der Police and Fire Commission ob ich offiziell für das Jahr der Löschgruppe beitreten kann.
Nächstes Wochenende besuche ich dann eine andere PPPlerin in Wisconsin. Sie lebt in der Nähe der Hauptstadt von Wisconsin – Milwaukee – und wir planen ein Brewers Game zu besuchen, dass ist DAS Baseballteam hier in Wisconsin.
Es bleibt also spannend..










