Hallo ihr da draußen auf der anderen Seite vom großen Teich,
Ich hoffe es geht euch allen gut. Heute Nacht soll der erste Schnee kommen und es ist relative wahrscheinlich, dass dieser Schnee dann auch bis März liegen bleibt – natürlich zusammen mit dem ganzen anderen Schnee der so über den Winter kommt.
Es gibt jetzt auch ein Video von unserem Leadership-Camp. Wenn ihr euch fragt, warum ich denn nicht in dem Video bin (Papa, ich weiß was du gerade denkst und du liegst richtig!) …. – Ich war noch beim Essen
Nächste Woche werde ich meine Gastfamilie wechseln – Nein alles ist gut und es ist und es gibt keine Probleme. Der Grund ist einfach, dass Dave und Mary (meine jetzige Gastfamilie) für drei Wochen nach Italien fliegen. Und weil ich keine Lust hatte drei Wochen alleine zu wohnen und es auch die Chance ist eine andere Amerikanische Familie kennen zu lernen ziehe ich ab Samstag für drei Wochen zu den Rentmeesters. Die Rentmeesters, dass sind Phil, seine Ehefrau Kelly und ihr Sohn Kayle. Besonders cool ist, dass Phil mein Gastvater der stellvertretende Wehrleiter (Feuerwehr) der Wausauer Feuerwehr ist. Als wir uns letzten Freitag zum kennenlernen getroffen haben, war Feuerwehr natürlich ein großes Thema. Ich freue mich auf jeden Fall auf unsere gemeinsame Zeit.
Ich habe mir überlegt, dass ich eine kleine Serie „Stuff“ starte und einfachmal über Dinge aus dem amerikanischen Alltag berichte. Heute der Briefkasten.
Wer sich schon mal gefragt hat, wofür die rote „Fahne“ an den amerikanischen Briefkästen da ist hebt jetzt bitte die Hand. Habt ihr eine Vermutung? Also die Fahne zeigt nicht an wenn Post angekommen ist – sie zeigt an wenn man Post versenden will. Man legt einfach seine frankierten Briefe oder Postkarten in seinen Briefkasten, und stellt die Fahne hoch. Der Briefträger weiß dann, dass in dem Briefkasten Post ist die versendet werden soll und nimmt die direkt mit. Das spart den Gang zum Briefkasten und ist echt mega praktisch. Vorallem für Leute wie mich, die in Deutschland ständig vergessen haben am Briefkasten zu stoppen und deswegen so manchen Brief eine Woche mit sich rumtragen.
Auch stehen in Wohngebieten meistens alle Briefkästen auf einer Seite der Straße und direkt an der Straße. Bei den Postautos hier sitzt der Fahrer auf der rechten Seite – also nicht zur Fahrbahnmitte hin sondern zum Rand. Dadurch braucht er nur an die Briefkästen ranzufahren um die Post einzuschmeißen. Praktisch für den Briefträger – aber etwas unpersönlicher als in Deutschland. Also wenn ihr eine Postkarte von mir bekommt, ist es sehr wahrscheinlich das die Reise der Karte mit dem hochstellen der Fahne begonnen hat ….
Achja morgen führt die Amerikanische Katastrophen Schutz Behörde eine Alamierungsübung durch. Um 12:00 Uhr soll auf allen TV- und Radio Sendern eine Warnmeldung laufen. So soll im Ernstfall die komplette Bevölkerung gewarnt werden. Schon seit einer Woche laufen Spots die darüber informieren, dass es sich morgen lediglich um eine Übung handelt. Ich bin mal gespannt ob nicht doch irgendwo Panik aufkommt (wie bei diesem Radiohörspiel in den 50ern das von einer Alien Invasion berichtet hat, ihr habt bestimmt schon mal davon gehört). Also werft mal ein Auge auf die Nachrichten Morgenabend.
Viele Grüße
Nils

